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Ernährungsberatung

nach der Traditionellen Chinesischen Medizin

In der TCM ist die Ernährung der wichtigste Baustein zur Erhaltung der Gesundheit und dem Entgegenwirken von Krankheiten.

Dabei passt sich die Ernährung den Rythmen von Tageszeit und Jahreszeit an und berücksichtigt die unterschiedlichen Lebensphasen; es gibt Unterschiede für z.B. Kinder, Schwangere und ältere Menschen.

Die Art der Nahrungszubereitung wird bewusst gewählt - zur Unterstützung der Gesundheit. Die chinesische Ernährungslehre geht davon aus, dass die optimalen Lebensmittel in der Region wachsen, in der der Mensch lebt - eine hochinteressante Erkenntnis auch aus ökologischer Sicht.

Jeder Bissen sollte ca. 10-15 Mal gekaut werden - mindestens so oft, dass ein guter Brei im Mund entsteht. Die Ernährung nach der TCM ist nicht vegetarisch, vegan oder gar rohköstlich. Es wird alles, Früchte, Getreide, Eier, Milchprodukte, Fleisch und Fisch einbezogen. Stark industriell verarbeitete Lebensmittel und Tiefkühlkost werden abgelehnt.


Trinken:

In der chinesichen Ernährugslehre gilt, dass der Nahrungsbrei nicht verdünnt werden sollte. Daher ist es günstig 1/2 Stunde vor dem Essen und frühestens 1/2 Stunde nach dem Essen zu trinken. Da der Magen sonst zu einer verstärkten Produktion von Verdauungssäften angeregt wird. Der menschliche Körper besteht zu ca.70% aus Wasser, daher gilt es als besonders gesundheitsfördernd Wasser zu trinken. Nach Möglichkeit wählt man mineralsoffarme Wasser, da Mineralstoffe abkühlend wirken.


Rohkost:

Grundsätzlich bevorzug die Ernährung nach der TCM gegarte Nahrung, da Rohkost eine stark abkühlende Wirkung hat. Der Verzehr von grösseren Mengen Rohkost ist nur bei Leistungssportlern und körperlich hart arbeitenden Menschen in Betracht zu ziehen.


Der Dualismus von Yin und Yang:

Aus chinesischer Sichtweise ist alles "Sein" ein(dynamisches) Zusammenspiel von Yin und Yang. Die Harmonie und Ausgeglichenheit der energetischen Qualität von Yin und Yang ist die Voraussetzung für einen gesunden Körper. Die Nahrung dient uns dazu, diese Harmonie aufrecht zu erhalten oder wieder herzustellen.

Lebensmittel werden nach ihrer ihnen innewohnenden Energiequanlität in Yin und Yang eingeteilt, wobei Yin für Kälte und Flüssigkeit und Yang für Wärme und Trockenheit steht.

Kalte Lebensmittel werden bevorzugt im Sommer und warme im Winter konsumiert.


Die Art der Zubereitung verändert die Yin oder Yang Qualität:

- kochen in viel Wasser und blanchieren wirkt  Yin verstärkend

- Grillen, Braten und lange Kochen verstärkt das Yang

Da jeder Mensch individuell ausgeprägte Yin- und Yang-Anteile besitzt, ist eine gründliche Anamnese Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernährungsberatung.

 

Frühstücken Sie warm!

Die typgerechte Ernährung ist einer der wichtigsten Schlüssel zur Gesundheit – je nach Konstitution und Jahreszeit benötigt Ihr Organismus ganz unterschiedliche Speisen

„Lasst eure Nahrung euer Heilmittel sein“, mahnte Hippokrates. „Ein guter Arzt muss kochen können“, sagen die Chinesen. Beide Sprichwörter meinen dasselbe: Die richtige Nahrung erhält die Gesundheit und wirkt heilsam bei Krankheiten, die falsche macht krank. Deshalb befragt ein TCM-Therapeut seine Patienten stets nach ihren Ernährungs und Trinkgewohnheiten.                   Oft finden sich bereits hier ungünstige Einflüsse, ja vielleicht sogar schon die Ursachen für Gesundheitsstörungen.

„Brennstoff“ für die Verdauung

Die bekannteste Einteilung der Lebensmittel in der TCM ist die nach den Temperatur-Eigenschaften: kühlend bis kalt, wärmend bis heiß und neutral. Die „Temperatureigenschaft“ hat einen großen Einfluss auf die Bereitstellung von Gu Qi, dem Nahrungs-Qi. Gu Qi wird durch das „Verdauungsfeuer“ gewonnen, das warmen Brennstoff braucht.

Wenn Sie überwiegend nur kalte Nahrungsmittel zu sich nehmen, kann das Verdauungsfeuer nicht richtig brennen und liefert weniger Gu Qi. Müdigkeit, körperliche und geistige Leistungsschwäche, Durchfall sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit, können die Folge sein wenn das Abwehr-Qi nicht richtig “genährt” wird.

Kochen verstärkt die Energie eines Lebensmittels

Nach der TCM sollten rund 65 % Ihrer täglichen Nahrung aus neutralen Lebensmitteln bestehen. Allerdings ist  dabei zu berücksichtigen, dass die Zubereitungsart die energetische Eigenschaft der Zutaten erheblich verändern kann.

So beeinflusst die Zubereitung die Energie von Lebensmitteln:

  kühlend: pökeln, in Salz oder Wasser einlegen, marinieren, quellen oder keimen lassen                                 leicht wärmend: rösten, langes Kochen von Suppen

 wärmend: dampfgaren, blanchieren, dünsten, kochen                                                   erhitzend: braten, frittieren, grillen, lange im Backofen backen

Wählen Sie daher kühlende Zubereitungsarten z.B. bei innerer und äußerer Hitze, trockener Haut, Mundtrockenheit, trockenen Augen und Durst sowie im Frühling und Sommer. Wärmende Zubereitungsarten empfehlen wir Ihnen bei innerer Kälte und zu viel Feuchtigkeit, z.B. feuchtkalten Füssen, häufigem Frieren sowie im Herbst und Winter. Neutrale Mahlzeiten können Sie auch durch eine geschickte Zusammenstellung der Zutaten bereiten: Zu „warmem Geflügel“ in „heißer“ Currysauce gehört dann ein kühlender bitterer Salat, z.B. Endivien mit Joghurtdressing.

Der beste Start in den Tag

Ein warmer Früchtebrei zum Frühstück liefert Ihnen Energie für den ganzen Tag.

Von konservierten Lebensmittel, Tiefkühlkost und Fertiggerichten, Frischkornmüsli, viel Brot, kohlensäurehältigen Getränken, raffiniertem Zucker, Süßigkeiten, Schokolade sowie H-Milchprodukten wird in der TCM abgeraten. Die Zubereitung in der Mikrowelle wird weitgehend abgelehnt, weil sie die natürliche Energie der Lebensmittel zerstört.

Geschmacksrichtungen beeinflussen das Qi

Eine weitere wichtige Eigenschaft der Nahrungsmittel nach der TCM, ist ihre “Wirkrichtung”, die vom Geschmack abhängt.

     ●     Scharf zerstreut das Qi, löst Stauungen und öffnet die Oberfläche.                       ●     Süß harmonisiert und baut Qi auf.                                                                     ●     Sauer bringt die Energie nach innen und wirkt erhaltend.                                     ●     Salzig weicht auf und führt ab.                                                                               Bitter senkt das Qi leicht.

An diesen “Wirkrichtungen” orientiert sich Ihr TCM-Therapeut bei der Auswahl der heilenden Nahrungsmittel bei Krankheiten. Wenn Sie z.B. an einem Erkältungshusten leiden, besteht bei Ihnen nach der TCM zu viel Hitze im oberen Körperbereich. Der chinesische Arzt wird Ihnen daher kühlende Nahrungsmittel mit einer hebenden Wirkrichtung empfehlen, also mit scharfem oder süßem Geschmack, damit die kühlende Energie auch nach oben gelangt. Dazu eignen sich z. B. Zwiebelsaft mit Honig oder Ursüße sowie auch Rettich, Schnittlauch und Kresse.

Sparsam mit Rohkost, Bananen und Milch

Große Mengen Rohkost, besonders mit Gurken und Tomaten, benötigen nach der TCM  viel wertvolles “Verdauungsfeuer”. Dies kann durch  häufigen Verzehr von schleimbildenden Nahrungsmitteln wie Bananen und Milchprodukten verstärkt werden, so dass ein Ungleichgewicht entsteht und die Lebensenergie geschwächt wird.  Antriebsschwäche, innere Kälte mit Frösteln auch im Sommer sind häufigeFolgen.

Kühlende Nahrung macht müde

Der Mensch braucht einmal täglich etwas Warmes im Bauch, meinte früher der Volksmund. Genauso sieht es auch die TCM, für die wir Europäer zu viel Kaltes essen. Beginnen Sie daher mit einem warmen Frühstück den Tag. Nur wenn Sie zu den Menschen mit einem sehr starken Yang-Überschuss gehören, sollten Sie ein kühles Frühstück wählen.

Im Anschluss möchten ich Ihnen 2 schmackhafte erwärmende Frühstücksrezepte aus der TCM vorstellen

1.    Erwärmendes Haferflockenfrühstück

Zutaten:

3 EL Haferflocken (Vollkorn)

ca. 50 ml Wasser                                                                                                                                    1 kleine Prise Salz                                                                                                                                 1 Spritzer Zitronensaft (frisch gepresst)                                                                                               1 Pr. Kakao                                                                                                                                          ½ süßer Apfel                                                                                                                                       1 Pr. Zimt                                                                                                                                           1EL Rosinen                                                                                                                                     1EL Walnüsse geröstet

nach Geschmack 1 EL Sahne-, Soja-oder Mandelsahne (aus dem Bioladen)

 Zubereitung:

         Haferflocken in einem Topf ohne Fett bei mässiger Hitze leicht rösten, mit Wasser ablöschen und das Salz dazugeben. Zitronensaft und Kakao hinzufügen. Vom Apfel das Kernhaus entfernen und in Stücke schneiden, unter die Haferflocken mischenRosinen unterrühren und den Zimt hinzugeben, die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Den Frühstückbrei in einer Schale anrichten und mit den Walnüssen bestreuen. Wer mag gibt noch 1 EL Sahne bzw. Sahne Ersatz hinzu.

 

2. Erwärmende Hirsefrucht Speise

Zutaten:

4 EL Hirse                                                                                                                                          2-3 Frische oder getrocknete Aprikosen ( über Nacht in Wasser einweichen), kleinschneiden             1Prise Nelken, 1Prise Salz

Mandelmilch (Ersatzweise auch Reis-,Hafer-,Sojamilch)

Die Hirse nach Packungshinweis in der Mandelmilch garen, die Aprikosen hinzufügen, mit den Gewürzen abschmecken.


Guten Appetit! :)